Kronenbrot

Pressemitteilung

Großbäckerei Kronenbrot gerettet

– London basierte Asset Manager erwerben Traditionsbäckerei –
– Geschäftsbetrieb an allen drei Standorten Würselen, Köln und Witten wird fortgeführt –
– Investor mit bestem Fortführungskonzept setzt sich durch –
– Weit überwiegende Zahl der Arbeitsplätze bleibt erhalten –

Aachen/Würselen, 30.01.2017. Bereits acht Monate nach dem Insolvenzantrag herrscht bei der Großbäckerei Kronenbrot nun Gewissheit und Zuversicht. Der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Dr. Mark Boddenberg hat die insolvente Kronenbrot KG Franz Mainz mit Sitz in Würselen an von Signal Capital Partners in London beratene und finanzierte Fonds verkauft. Das Traditionsunternehmen Kronenbrot produziert an den Standorten Würselen, Köln und Witten Brot und Backwaren, die es an namhafte große Lebensmitteleinzelhändler, Discounter, Großverbraucher wie Krankenhäuser und Altenheime, aber auch über Filialen der Backshop-Kette Oebel verkauft. Der Kaufvertrag, der den Erwerb der Großbäckerei Kronenbrot im Rahmen einer sogenannten übertragenden Sanierung vorsieht, wurde Ende Januar 2017 mit der Wirksamkeit zum 01.02.2017 unterschrieben. Über den Kaufpreis sowie zu Details des Vertrags wurde Stillschweigen vereinbart.

Neustrukturierung zur Erhöhung der Ertragskraft

Die Traditionsbäckerei wird transparenter aufgestellt und schlagkräftiger organisiert. Dies und eine optimierte Unternehmenssteuerung werden zu einer deutlichen Erhöhung der Ertragskraft führen. Damit wird ein weiterer wesentlicher Grundstein gelegt, um die Rentabilität und Liquidität zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit von Kronenbrot im insgesamt hart umkämpften Markt zu steigern. „Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, eine der größten Bäckereien in Nordrhein-Westfalen zu erhalten und fortzuführen. Ich habe stets an dieses Ziel der Sanierung und an den Verkauf an einen neuen Investor auch im Interesse der Mitarbeiter geglaubt“, sagt Dr. Mark Boddenberg. Der Geschäftsbetrieb an allen drei Standorten, dem Hauptsitz in Würselen sowie an den weiteren Produktionsstätten in Köln und Witten wird uneingeschränkt fortgeführt.

Bestes Gebot und Fortführungskonzept

Nach sorgfältiger Sichtung der eingegangenen Gebote von strategischen Interessenten als auch von Finanzinvestoren, hatte sich der Gläubigerausschuss schließlich für die von Signal Capital beratenen und finanzierten Fonds entschieden. Der Investor hatte nicht nur eine sorgfältige Analyse vorgenommen, sondern auch ein wirtschaftlich interessantes, plausibles und nachhaltiges Fortführungskonzept für Kronenbrot eingereicht. „Für Signal Capital stellt die Finanzierung des turn-around der Kronenbrot ein attraktives Engagement dar. Kronenbrot verfügt über stabile Umsätze, gute Beziehungen zu wichtigen Einzelhandelsketten und Lieferanten sowie über eine Vielfalt qualitativ hochwertiger und vom Endkunden nachgefragter Produkte sowie einen bekannten Markennamen“, wie ein mit der Transaktion gut vertrauter Berater sagt.

Beschäftige leisten Sanierungsbeitrag

Im Zuge der Restrukturierung bleiben die allermeisten der 1.200 Arbeitsplätze erhalten, dennoch waren Personalanpassungsmaßnahmen nicht ganz unvermeidbar. Über die drei Standorte verteilt laufen 94 Zeitverträge aus und werden nicht verlängert. Zudem werden lediglich 12 unbefristete Verträge gekündigt. In konstruktiven und fairen Gesprächen hatte zuvor der Insolvenzverwalter in Abstimmung mit dem Gesamtbetriebsrat sowie der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) für die Mitarbeiter einen Bestandsschutz und eine Arbeitsplatzgarantie erzielt. Im Gegenzug verzichten die Beschäftigten auf einen Teil ihres Lohns und Gehalts und leisten dabei einen maßgeblichen Beitrag an der Sanierung der Großbäckerei.

Das Traditionsunternehmen war in der Vergangenheit nicht zuletzt durch erhebliche Preissteigerungen bei den Rohstoffen, wie etwa bei Mehl, sowie aufgrund eines hohen Margen- und Wettbewerbsdrucks in die roten Zahlen gerutscht. Trotz jahrelanger stabiler Absatzzahlen führte die geringe Profitabilität in die Verlustzone und schließlich zum Insolvenzantrag. Durch das Sanierungskonzept hat Kronenbrot nun eine tragfähige Perspektive.

 

 

Über Kronenbrot KG

Die Kronenbrot KG Franz Mainz mit Sitz in Würselen bei Aachen stellt in handwerklicher Tradition täglich frisches Brot und Backwaren her und liefert es in ganz in Nordrhein-Westfalen aus. An den drei Standorten Würselen, Köln und Witten arbeiten nun insgesamt rund 1.100 Mitarbeiter. Die Großbäckerei stellt nach traditionellen Rezepten sowie aus kontrollierten Rohstoffen ein breites Sortiment an Mischbroten, Vollkornbrot, Toastbrot, Feinbackwaren und Stollen her. Dabei setzt Kronenbrot auf bestmögliche Qualität, verzichtet auf Konservierungsstoffe und ist als Bio-Bäckerei zertifiziert. Kronenbrot wurde in der Vergangenheit bereits 29 Mal mit dem Bundesehrenpreis für hervorragende Qualität ausgezeichnet. Das Traditionsunternehmen erwirtschaftet einen Umsatz von rund 150 Mio. Euro.

Weitere Informationen unter: www.kronenbrot.de

 

Über Rechtsanwalt Dr. Mark Boddenberg, Insolvenzverwalter | Kanzlei Dr. Ringstmeier & Kollegen

Die Kanzlei Dr. Ringstmeier & Kollegen, Insolvenzabwicklung GbR mit Sitz in Köln und weiteren Niederlassungen in Düren und Münster ist eine der führenden Kanzleien für Insolvenzverwaltung und Restrukturierung in Nordrhein-Westfalen. Der Schwerpunkt liegt im Erhalt und in der Fortführung auch komplexer Restrukturierungsverfahren. Langjährige Erfahrung, Verantwortung, interdisziplinäre Teamarbeit und die gründliche Analyse bilden die Basis für individuelle erfolgsorientierte Lösungen. Die Kanzlei betreut Insolvenzverfahren unterschiedlicher Größe im Raum Köln, Bonn und Aachen.

Weitere Informationen unter: www.ringstmeier.com

 

Ansprechpartner für die Medien

Pietro Nuvoloni | Elke Schmitz

dictum media gmbh

Zollstockgürtel 63 | 50969 Köln

Telefon: 0221 – 39 760 670

nuvoloni@dictum-media.de | schmitz@dictum-media.de

www.dictum-media.de

 

Pressemeldung ,Großbäckerei Kronenbrot gerettet’ vom 30.01.2017