
Pressemitteilung
FINKENHOF berät die Elematic-Gruppe beim Erwerb des Geschäftsbereichs „Betonfertigteilwerke“ der Vollert Anlagenbau GmbH
Frankfurt am Main, 5. Dezember 2025 – FINKENHOF hat die finnische Elematic-Gruppe bei der Übernahme des Geschäftsbereichs „Betonfertigteilwerke“ der Vollert Anlagenbau GmbH mit Sitz in Weinsberg rechtlich beraten.
Elematic, ein weltweit führender Anbieter von Technologielösungen für die Betonfertigteilindustrie, stärkt durch die Transaktion seine Position als globaler Marktführer. Die übernommene Einheit wird ihre Geschäftstätigkeit in Deutschland unter der Marke „Vollert Precast Solutions“ als Teil der Elematic-Gruppe fortsetzen.
Die Übernahme bringt zwei Branchenführer zusammen und schafft eine einzigartige Kombination aus finnischer und deutscher Betonfertigteiltechnologie und Ingenieurskompetenz in den Bereichen Design, Automatisierung, Software, Produktion und optimierter Lifecycle-Kosten. Gemeinsam können beide Unternehmen ihren Kunden Lösungen für effizientes, sicheres und CO2-reduziertes Bauen anbieten. Darüber hinaus übernimmt die Elematic-Gruppe im Rahmen der Gesamttransaktion auch die Anteile an Vollert India Pvt Ltd, wodurch ihre Fähigkeiten und Kapazitäten auf dem wachsenden indischen Markt weiter gestärkt werden.
„Die globale Position und das umfassende Produktsortiment von Elematic werden durch die starke Expertise von Vollert in den Bereichen Automatisierung, Software und Umlaufanlagen ergänzt. Gemeinsam sind wir ein Katalysator, um den Wandel in der Wertschöpfungskette des Bauwesens auf globaler Ebene voranzutreiben. Unser Ziel ist, unseren Kunden zum Erfolg zu verhelfen und gemeinsam die Bauindustrie voranzutreiben. Ich freue mich, mit unseren neu hinzugekommenen Mitarbeitern in Kontakt zu treten und unsere erweiterte Kundschaft zu betreuen. Gemeinsam sind wir stärker!“, sagt Teppo Voutilainen, CEO von Elematic.
„Diese Partnerschaft bringt das Beste aus beiden Unternehmen zusammen“, sagt Hans-Jörg Vollert, langjähriger CEO der Vollert Anlagenbau GmbH. „Unsere Unternehmen teilen die gleiche kundenorientierte Denkweise und legen Wert auf Qualität und hohe Ingenieursstandards. Elematic ist bestens aufgestellt, um die 100-jährige Tradition der Betonfertigteil-Produktion von Vollert weiterzuführen.“
Die Transaktion erfolgte im Rahmen eines strukturierten Investorenprozesses zur Sanierung der Vollert Anlagenbau GmbH, über deren Vermögen im Juli 2025 ein Insolvenzantrag beim Amtsgericht Heilbronn gestellt worden war. Parallel zur Übernahme durch Elematic wurde der Geschäftsbereich „Schwerlast-Intralogistik- und Rangiersysteme“ an die tschechische PKD-Gruppe veräußert. Insgesamt konnten rund 160 Arbeitsplätze am Standort Weinsberg erhalten werden.
Der Insolvenzverwalter Marc-Philippe Hornung, Partner bei SZA Schilling, Zutt & Anschütz, bewertet die neue Struktur positiv: „Die Zukunftskonzepte von Elematic und der PKD Holding haben uns überzeugt – sowohl inhaltlich als auch hinsichtlich der langfristigen Perspektive. Beide denken nicht in kurzfristigen Maßnahmen, sondern in nachhaltigen Entwicklungen, die Vollert Stabilität geben und das Unternehmen strategisch weiter stärken. Mit diesen Investoren ist eine zukunftsfähige Lösung für beide Geschäftsbereiche gelungen, die den Fortbestand und die Weiterentwicklung des Traditionsunternehmens sichert. Mit der Aufteilung des Unternehmens konnten insgesamt 160 Arbeitsplätze in Weinsberg gesichert werden. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Vollert bin ich sehr dankbar für das große Engagement und die tatkräftige Unterstützung in den letzten Monaten.“
Das FINKENHOF-Team bestand aus den folgenden Rechtsanwälten: Dr. Maximilian von Mangoldt (Partner, Federführung), Johannes Ernst Pieper (Counsel), Tali Blumenfeld und Maximilian Stockmann (alle Corporate/M&A & Restrukturierung). Zu insolvenzarbeitsrechtlichen Fragestellungen zog FINKENHOF ein Team von PWWL unter der Federführung von Dr. Alexander Lorenz (Partner) hinzu.
Zum SZA Team gehörten: Marc-Philippe Hornung (Insolvenzverwalter, Mannheim), Dr. Martin Kolbinger (M&A, München), Dr. Christoph Kiegler (Steuerrecht, Mannheim), Dr. Steffen Henn (IP/IT, Mannheim), Dr. Simon Apel (IP/IT, Mannheim), Katja Schmitt (Insolvenzrecht, Mannheim), Dr. Michael Zeitel (Insolvenzrecht, Mannheim), Dr. Jonathan Drescher (IP/IT, Mannheim), Sascha-Leon Feigenbaum (Insolvenzrecht, Mannheim), Ludwig Lüst (M&A, München), Dr. Stanislaus Meier (M&A, München), Nikolai Kühner (Steuerrecht, Mannheim), Christian Braun (M&A, München).
Der Investorenprozess wurde von Falkensteg Corporate Finance unter der Leitung von Jochen Wierz und Sascha Dahlke durchgeführt.
Über FINKENHOF
FINKENHOF ist eine auf Gesellschafts- und Insolvenzrecht spezialisierte Wirtschaftskanzlei mit Sitz in Frankfurt am Main. FINKENHOF berät mittelständische Unternehmen, Geschäftsführer, Investoren und Insolvenzverwalter insbesondere im Rahmen von Unternehmenskäufen, Krisensituationen und Insolvenzverfahren. Die Kanzlei bietet ihren Mandanten sowohl rechtliche als auch betriebswirtschaftliche Lösungsansätze und begleitet deren Umsetzung.
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