Pressemitteilung

Neue Sicherheits-App startet in Frankfurt, Hamburg und Bonn

– Start einer neuen Sicherheits-App zur Prävention von Einbrüchen und Straftaten in Großstädten – Erstmals Information von Behörde an Nutzer, Nutzern untereinander und von Nutzer an Behörde in Echtzeit möglich – Ergebnisse belegen positive Effekte und Reduzierung von Straftaten – In den Niederlanden bereits 1,6 Mio. User auf vergleichbaren Systemen –

Frankfurt a. M., 06.03.2016. Eine neue Sicherheits-App, die ihren Nutzern die Möglichkeit bietet schnell über Vorkommnisse informiert und vor Gefahren gewarnt zu werden, ist ab sofort in den Städten Frankfurt, Hamburg und Bonn verfügbar. Nach der erfolgreichen Testphase unterstützt die neu entwickelte Sicherheits-App bei der Prävention von Einbrüchen und anderen Straftaten und kommt dem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung entgegen.

Schnelle Information in beide Richtungen

Im Gegensatz zu anderen Warnsystemen wie etwa KATWARN, mit denen bislang nur eine einseitige Information, etwa von Behörden an die Bevölkerung (top-down) funktioniert, bietet die neue Anwendung die Möglichkeit der Informationsverbreitung in beide Richtungen. Die DIKE-App (www.dikeapp.de) steht für eine neue Form der Sicherheits- und Nachbarschaftsvernetzung. Durch das Teilen und Kommentieren von Geschehnissen können Nutzer zur Transparenz der Sicherheitslage in der Nachbarschaft beitragen. Das Spektrum der Beiträge reicht u.a. von Hinweisen zu Einbrüchen, Belästigungen, Diebstählen, Terrorwarnungen, medizinischen Notfällen und Umweltkatastrophen bis zur Suche nach vermissten Haustieren. Es wird dabei unterschieden, ob etwas passieren könnte (Beobachtung) oder bereits passiert ist (Vorfall). Über DIKE erhalten die Nutzer ebenfalls aktuelle Meldungen der Polizei, wissen so immer Bescheid, was in ihrem näheren Umfeld geschieht und können selbst sofort sachdienliche Hinweise liefern. Auf digitalem Wege wird so erstmals eine schnelle Vernetzung und Kommunikation zwischen Einsatzkräften und Bevölkerung ermöglicht. 

Wertvolle Hinweise zur Verbrechensbekämpfung in Echtzeit

Ganz gezielt gegen Einbrüche geht in Hamburg die 2015 gegründete Sonderkommission „Soko Castle“ vor. Mit rund 100 Beamten sammelt die Soko intensiv Daten aus verschiedensten Quellen, um Einbruchsmuster und Spuren von Tätern aufzudecken. Die Polizei möchte mit der Soko Castle ein klares Zeichen setzen: Einbrecher sollen künftig einen großen Bogen um Hamburg machen. Der Erfolg gibt ihnen Recht, so kam es schon zu mehreren Verhaftungen auch von hochprofessionellen Einbrechern und es zeigt, dass gute Informationen aus der Bevölkerung zur Strafverfolgung und Verhinderung von Straftaten äußerst wichtig sind. Das ist auch die Idee von DIKE. Die App liefert wertvolle Daten von Bürgern für Bürger, die auch von Behörden genutzt werden können. Wertvolle Hinweise in Echtzeit ermöglichen eine Beschleunigung der Ermittlungsarbeit insbesondere auch da, wo bislang noch keine Soko im Einsatz ist.

Aktive Nachbarschaft wichtigstes Mittel zur Einbruchsprävention

Auch in einer aktuellen repräsentativen Befragung von rund 2.100 Personen durch das IMWF Institut im Auftrag der Interhyp Gruppe gaben Bürger an: Wichtiger als technische Lösungen wie eine Alarmanlage oder neue Fenster und Türen sei eine aufmerksame Nachbarschaft. 87 Prozent beschrieben dies als effektivstes Mittel zur Prävention von Einbrüchen. In den vergangenen Monaten haben sich in der Folge vielerorts eigeninitiativ Bürger untereinander über Social-Media-Anwendungen vernetzt. Was bei Whatsapp oder Facebook-Gruppen im kleinen Kreis noch funktioniert, findet bei Ausweitung der Nutzerzahlen schnell seine Grenzen. Tatsache ist: der Bedarf nach schneller gegenseitiger Information und Vernetzung ist hoch. Entscheidend ist, ob der Informationsbedarf durch Schaffung klarer Strukturen bei der Vernetzung systematisiert werden kann.

Prävention im Fokus – Anwendung bereits erfolgreich getestet

Mithilfe von DIKE kann die Polizeiarbeit bei der Prävention und Aufklärung von Straftaten digital unterstützt werden. Das strukturierte Format der Meldungseingabe vereinfacht und systematisiert den Informationsaustausch von Bürgern untereinander sowie zwischen Bürgern und Einsatzkräften. Die Kommunikation wird hierdurch deutlich vereinfacht, beschleunigt und schafft für alle Teilnehmer größtmögliche Transparenz. Mithilfe von DIKE könnten zukünftig z. B. Fahndungsaufrufe ortsspezifisch und gezielt abgesetzt, Präventivmaßnahmen eingeleitet oder Hinweise zur Aufklärung direkt und zeitnah angefragt werden.

Erfolgreiche Testphase in Region Grafschaft

In der Region Grafschaft (Rheinland-Pfalz), in der DIKE seit Oktober 2016 eingesetzt wird, ließen sich bereits nach kurzer Zeit erste positive Effekte erkennen. „Das Wichtigste ist für uns, dass sehr schnell eine direkte Kommunikation stattfindet, wenn etwas passiert – das gilt für Notfälle ebenso wie für verdächtige Beobachtungen. Dazu ist DIKE für uns die optimale Lösung“, sagt Elke Wolber, Initiatorin der Bürgerhilfe Esch. Die Polizei vor Ort zeigte sich über die Initiative und das Melden der Bevölkerung äußerst dankbar. „Ich denke, dass ein solches System langfristig zu einer erheblichen Entlastung der Einsatzkräfte führen kann. Grundsätzlich wird die Arbeit der Polizei in hohem Maße durch Hinweise aus der Bevölkerung vereinfacht. Ein System wie DIKE könnte es zum Beispiel ermöglichen, gezielter Streife zu fahren und in einem Ernstfall die relevanten Informationen noch schneller an die Einsatzkräfte vor Ort zu übermitteln“, so Sandra Cegla, ehemalige Kriminalkommisarin und Gründerin der Initiative SOS-Stalking.

Anwendung gemeinsam mit Nutzern optimiert

Im Zuge der Testphase und im direkten Austausch mit den Bürgern wurde die App im Laufe der letzten Monate stetig verbessert. „Uns war besonders wichtig, die Bedürfnisse der Nutzer beim Eingeben einer Meldung genau zu verstehen und die Handhabung dahingehend zu optimieren. Das haben wir in der viermonatigen Testphase erfolgreich geschafft,“ sagt Christian Landgrebe, Gründer und Geschäftsführer von DIKE. Wenn Bürger im Ernstfall eine Meldung in DIKE erstellen, werden per Push-Benachrichtigung direkt alle Anwender in der jeweiligen Umgebung informiert. „In wenigen Sekunden kann man eine Meldung, auch mit Fotos oder Bewegtbildern abgeben, die so konkret ist, dass sie jeder sofort versteht. Das war über andere Kanäle wie etwa unsere WhatsApp-Gruppe bisher nicht möglich“, erklärt Frank Ronstadt, DIKE-Tester und Organisator der Bürgerhilfe Holzweiler.

Benachbartes Ausland als Vorbild

Ein 2012 in Holland eingeführtes System, über welches insbesondere Fahndungsaufrufe sowie die Suche nach vermissten Personen organisiert werden, zählt zum aktuellen Zeitpunkt bereits ca. 1,6 Millionen Nutzer (10 Prozent der Bevölkerung). Statistischen Untersuchungen zufolge sind ca. 50 Prozent der aufgeklärten Fahndungsfälle auf Hinweise aus dem System zurückzuführen. Studien belegen einen erheblichen Effekt bei dem Rückgang von Einbrüchen in vernetzten Nachbarschaften in Höhe von ca. 40 Prozent. Ein deutlicher Beleg dafür, dass eine Vernetzung zwischen Bürgern und Polizei funktionieren kann. „Mit DIKE wollen wir einen Beitrag leisten, dass solche Ergebnisse auch in Deutschland erzielt werden können. Stellen Sie sich DIKE praktisch als digitalen Sicherheitsgurt für den Alltag vor“, so Thomas Gnirs, Gründer und Geschäftsführer von DIKE.

 

Über DIKE

Die DIKE GmbH & Co. KG ist ein 2016 gegründetes Start-Up mit Sitz in Darmstadt und Frankfurt. Das Team um die beiden Gründer Dr. Thomas Gnirs und Christian Landgrebe entwickelt mit DIKE eine Präventions-App, die die Gesellschaft sicherer machen soll, indem z. B. die Anzahl der Wohnungseinbrüche eingedämmt wird. Ermöglicht wird dies durch den innovativen „Crowd Sourced Security“-Ansatz, der u.a. zur Transparenz der aktuellen Sicherheitslage sowie zur Prävention und Aufklärung von Straftaten beiträgt. Der Slogan von DIKE lautet deshalb: „Mach Dein Leben sicherer. Und das der anderen. Jederzeit. Überall.“ 

Website

  • www.dikeapp.de
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Pressemitteilung ‚Neue Sicherheits-App startet in Frankfurt Hamburg Bonn‘ vom 06.03.2017